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Zylinderrose

Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 219
Wohnort: Göttingen

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Hallo zusammen,
wie ihr dem Titel vielleicht schon entnommen habt, ist das Volumen meines Nanos in den verangenen Wochen etwas gewachsen. Nach einem Super-Gau in meinem (Süßwasser)Garnelenbecken brauchte ich dringend ein neues Becken - na ja, und bei der Gelegenheit habe ich dann gleich das größere Becken fürs Meerwasser genommen. In den nächten zwei, drei Wochen (je nachdem, wie schnell mein Freund zum Basteln kommt) kommt dann noch eine vernünftige T5-Beleuchtung drüber.
Den Besatz und die Technik habe ich komplett aus dem alten 12l-Becken übernommen und weitere 2kg Lebendgestein eingebracht. Dazu gekommen sind mittlerweile ein Porzellankrebs und zwei Kardinalsgarnelen.
Nun würde ich ja gern ein Pärchen Gelbschwanzdemoisellen und evtl einen kleinen (!) Blenni einbringen. Meint ihr, das das machbar ist, oder ist das schon zu viel Fisch? Ich habe da auch noch so meine Bedenken bei den Demoisellen, ob 54l wohl genügend Schwimmraum bieten und ob sie die passenden Gesellschafter für die ohnehin schon scheuen Kardinäle wären.
Gibt es eine brauchbare Alternative?
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_________________ Salzige Grüße,
Astrid
"Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag." (Charles Chaplin)
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Jens
Alter: 36
Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 1960

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Hallo Astrid,
ob Gelbschwanzdemosellen der richtige Besatz sind, wage ich zu bezweifeln, da sehr ruppig und schwimmfreudig.
Ein schöner Blenny ist jedoch immer ein Hingucker, der wenig schwimmt.
Als weiteren Besatz würde ich dir vieleicht noch ein Pärchen Symbiosegrundel mit einen Knallkrebs vorschlagen.
Meine drei (2 Grundel + Krebs) brauchen höchstens eine Fläche eines DIN A4-Blattes.
Wenn du Fische für´s Freiwasser suchst, würde ich mir vieleicht mal Kardinalbarsche anschauen.
Den Besatz würde ich sowieso nur nach und nach aufstocken. Daher kann man mit etwas Fingerspitzengefühl gut erkennen, ob noch was geht oder nicht.
Gruß Jens
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Zylinderrose

Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 219
Wohnort: Göttingen

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Hallo Jens,
hm, ja, sowas dachte ich mir schon. Ich habe die Demoisellen schon öfters hier im Handel beobachtet, und mein Freund ist ganz Feuer und Flamme für die Riffbarsche. Seit ich allerdings die scheuen Kardinäle im Becken habe, befürchte ich doch arg, dass sie unter den Barschen leiden müssten. Deshalb auch meine Anfrage.
Beim Blenni dachte ich an Escenius gravieri oder E. bimaculatus. Die werden ja beide mit ca. 5 cm nicht so groß.
Symbiosegrundeln täten mir auch gefallen. Momentan kämpfe ich aber noch mit einem Knallkrebs, bei dem ich nicht weiß, um welche Art es sich handelt. Der ist zusammen mit dem letzten LG eingereist und gibt regelmäßig Konzerte. Leider lässt er sich partout nicht fangen...
Abgesehen davon: Würde das denn mit einem Knallkrebs auf feinem Korallensand überhaupt vernünftig gehen? Ich frage mich nämlich, ob der da überhaupt vernünftig eine Höhle bauen kann.
Ein bisschen was fürs Freiwasser wäre tatsächlich nicht verkehrt. Aber werden Kardinalbarsche nicht noch größer als die Demoisellen? Sonst würde sich ein Pärchen von denen sicherlich gut machen.
Gibt es sonst noch möglichst plakativ und flächig gefärbte kleinere Schwimmer, die in 54l passen würden?
Mir persönlich würden ja auch Blaustreifen-Seenadeln gut gefallen, aber die mag wiederum mein Freund nicht (ein bisschen mitreden darf er da auch, wenn er für mich schon die technischen Basteleien erledigt ) - oder der Halsband-Anemonenfisch, aber dessen Wirtsanemone wird wiederum zu groß für das Nano.
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_________________ Salzige Grüße,
Astrid
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Jens
Alter: 36
Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 1960

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Hallo Astrid,
du hast recht mit den Kardinalbraschen. Aber Pterapogon kauderni ist soweit ich bisher sehen konnte kein so aktiver Schwimmer.
Die Größe wird mit 8-10 cm angegeben.
Andere geeignete Fische wären z.B. Pseudochromis spez.. Hier denke ich speziell an den Pseudochromis friedmani (König Salomonfischchen).
kleinbleibend, schön lila gefärbt, im Haarem haltbar aber leider auch kein reiner Freiwasserfisch.
Ähnlich verhält es sich mit dem Gramma loreto.
Bei den Lippfischen gibt´s auch einige kleinbleibende Arten, die meiner Meinung nach aber sehr viel Schwimmraum brauchen.
Mandarin- oder LSD-Fische wäre auch geeignet, wenn du viel Kleingetier im Becken hast.
Zum Knallkrebs:
Ich habe mir auch mit lebendem Gestein einen eingeschleppt. Der war nur gelegentlich zu höhren. Nach dem zusetzen meines Alpheus randall habe die sich nicht gestritten. Einmal habe ich beide zusammen in einem Höhlensystem gesehen. Der Eingeschleppte ist ungefähr genauso groß wie der Randall aber nur fleischfarben. Ich habe in meinem Becken Livesand. Damit kommt der Krebs auch zurecht. Es werden sowieso Steine unterhöhlt.
Gruß Jens
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Zylinderrose

Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 219
Wohnort: Göttingen

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Hallo Jens,
der Schwimmraum wäre tatsächlich der Punkt gewesen, um den ich mir beim Kardinalbarsch Sorgen gemacht hätte. Denn mit 8-10 Zentimetern nimmt er ja schon eine Menge Platz ein. Ein Pärchen und dann noch ein Blenni dazu - wird das dann nicht ein bisschen viel Fisch?
König Salomon habe ich hier auch schon gesehen. Ist ja ein sehr schöner Fisch. Man liest allerdings immer wieder von seinem hohen Aggressionspotential. Muss ich da nicht ähnliche Reaktionen befürchten wie bei den Demoisellen? Wie siehts da beim Gramma aus? Ist ja auch ein Barsch... Die beiden würden sicher auf jeden Fall auch bei meinem Herzallerliebsten Aklang finden.
Leierfische, hm... vor Kleingetier wimmelts hier im Moment nur so - ist ja keiner da, der das Zeug fressen würde. Steht ja nun auch schon alles ein Dreivierteljahr - und Nahrungskonkurrenz gibt es ja keine. Dann wäre es aber sicher besser, darauf zu achten, dass er auch an Ersatzfutter geht, oder?
Beim Knallkrebs kann ich leider noch nicht sagen, welche Art sich in meinem Becken verbirgt. Ich höre ihn nur und sehe ab und zu mal kleine Flecken von Korallensand an den Scheiben kleben. Jegliche Fang- und Lockversuche sind bisher fehlgeschlagen. Wie ist denn bei dir die Grundel mit dem fremden Knallkrebs umgegangen (oder er mit ihr)?
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_________________ Salzige Grüße,
Astrid
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Jens
Alter: 36
Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 1960

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Hallo Astrid,
nach meinen Erfahrungen würde ich die genannten Fische wie folgt sortieren.
Platz 1 = höchstes Aggressionspotizial
1.) Chrysiptera parasema (Gelbschwanzdemoiselle)
2.) Gramma lortto
3.) Pseudochromis friedmani
Meine beiden Grundeln (Amblyeleotris randalli) habe den vorhandenen fleischfarbenen Knallkrebs ignoriert. Diesen Krebs habe ich auch noch nie außerhalb der Höhle gesehen. Das die Grundeln und der Krebs mal direkt an der Scheibe die Höhle gebaut hatten, war ein absoluter Glücksfall. Nur so konnte ich einige toll Beobachtungen machen. Sonst hätte ich den 2. Krebs nie zu Gesicht bekommen.
Inzwischen sind meine Grundel samt Krebs schon 3 mal umgezogen. Ich hatte zwar jedesmal bedenken, das diese sich wiederfinden, aber es hat immer geklappt.
Hier mal ein Bild:
Gruß Jens
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Zylinderrose

Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 219
Wohnort: Göttingen

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Hallo Jens,
| Zitat:
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Platz 1 = höchstes Aggressionspotizial
1.) Chrysiptera parasema (Gelbschwanzdemoiselle)
2.) Gramma lortto
3.) Pseudochromis friedmani
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hui, ernsthaft? Hätte ich jetzt nicht erwartet. Ich meine, ich kann mich ja bislang nur auf theoretische Erkenntnisse dank Literatur stützen. Aber dort wird der fridmani immer als so aggressiv beschrieben. Ist dann ein Harem unbedingt erforderlich, oder ginge auch ein Paar? Mit drei fridmanis und einem Blenni dazu erschiene es mir dann etwas voll.
Dann hat es also keine Versuche seitens der Grundeln gegeben, sich dem anderen Krebs als dem randalli anzuschließen? Vielleicht überlege ich es mir mit den Grundeln dann doch nochmal.
Sorry, wenn ich so viel frage, aber ich möchte einfach, dass es den zukünftigen Pfleglingen an nichts mangelt und alle auf ihre Kosten kommen.
EDIT: Gerade habe ich mitbekommen, dass jemand aus meiner Stadt sein Riffbecken auflösen muss. In diesem Becken befindet sich unter anderem ein Pärchen Clownfische (ocellaris), die trotz mehrfacher Versuche keine Symbiose mit einer Wirtsanemone eingegangen sind und stattdessen eine genoppte Scheibenanemone zum Kuscheln ausgewählt haben. Wäre diese Kombination eventuell vertretbar? Ansonsten würde ich evtl. versuchen, an die Gramma loreto zu kommen, welche sich ebenfalls in dem Becken befinden.
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Astrid
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Jens
Alter: 36
Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 1960

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Hallo Astrid,
wie schon gesagt, gibt die Liste meine pers. Meinung wieder.
Die P. friedmani kann man auch gut als Pärchen halten. Nur 2 Männchen ging bei mir nicht. Die haben bis zum Tod gekämpft. Trotz 500l.
Ehrlich gesagt halte ich die Anemonenfische für etwas zuviel für ein 54l-Becken.
Das hat etwas von einem Nemo-Becken....
Die Nemateleotris decora (Dekor-Schwertgrundel) oder die Nemateleotris magnifica (Feuerschwertgrundel ) sind meines erachtens auch geeignet. Als Pärchen!
Übrigens: Nicht alle Knallkrebse gehen eine Symbiose mit Grundeln ein! Manche jagen sogar aktiv kleinere Fische.
Gruß Jens
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Zylinderrose

Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 219
Wohnort: Göttingen

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Hallo Jens,
die Sache mit den ocellaris haken wir mal ab; war nur ein kurzer Gedanke von mir wegen der Kombi mit der Scheibe.
Dass nicht alle Knallkrebse eine Symbiose eingehen, ist mir bekannt. Deswegen habe ich ja meine Bedenken. Wie gesagt: Ich habe den Krebs bislang noch nicht gesehen und weiß also noch nicht, um welche Art es sich handelt. Zu Schaden gekommen ist bisher noch niemand. Aber ich möchte es auch nicht unbedingt darauf anlegen.
Wenn du allerdings eine Idee hast, womit man versuchen könnte, den Krebs aus seinem Versteck zu locken, dann immer her damit. Er hat sich weder mit Artemia, noch mit Muschelfleisch, noch mit Bosmiden, Banane oder Mückenlarven abgegeben.
Momentan tendiere ich denn doch am ehesten zu den Kardinalbarschen oder zum König Salomon. Bei beiden wäre es wohl am besten, sich zwei unterschiedlich große (Jung)Tiere zu besorgen, um gute Chancen auf ein Pärchen zu haben und länger anhaltenden Zoff zu vermeiden?
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Astrid
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Ramona

Alter: 25
Anmeldungsdatum: 31.07.2005
Beiträge: 20
Wohnort: Augustfehn (nähe Bremen)

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Hallo Astrid,
ich habe auch ein 54l Becken.
In meinem Becken halte ich recht erfolgreich 2 Clownfische, 1 König Salomon Zwergbarsch, 1Putzergarnele, 1 Turbanschnecke, 1 Einsiedlerkrebs, 2 Euphilienarten und 1 Lederkoralle (und leider die heißgeliebten Glasrósen ). Es leben alle sehr gut zusammen, meine Clownies haben allerdings meine Euphilia paradivisia (? keine Ahnung ob ich das richtig geschrieben habe ) zum kuscheln genommen, trotz anemone.
Gelbschwanzdemoiselle würde ich nicht ins Becken setzen, da diese recht viel Platz zum schwimmen brauchen. Wenn sie den nicht haben, dann ärgern sie auch wohl mal die anderen Fische (hab einem in meinem anderen Becken, da ärgert er die Garnelen). Der König Salomon ist nicht aggressiv, der versteckt sich meistens eh in den Höhlen der lebenden Steine. Ist aber meiner Meinung nach ein sehr schöner Fisch.
Von einem Mandarin hat mir mein Aquaristikhändler abgeraten, da auf langer Sicht nicht unbedingt genügent Kleinstlebewesen vorhanden sein könnten.
Was hast du denn da für eine Technik drin? *neugier*
CU
Ramona
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Zylinderrose

Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 219
Wohnort: Göttingen

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Hi Ramona,
meine Technik? Beleuchtet wird momentan noch mit Energiesparlampen, wie ich schon schrieb, kommt aber je nach Zeitbudget meines Freundes in der nächsten Woche ein T5-Doppelbalken (24W, einmal weiß, einmal blau) drüber. Außerdem ist ein 50W-Heizer drin (der aber nur bei Bedarf eingestöpselt wird) und ein Aquaclear für die Strömung. Ich warte noch auf einen Sander piccolo, der hoffentlich bis zum Wochenende hier eintrudeln wird. Jo, das wars eigentlich auch schon. Alles was jetzt am Becken hängt, ist noch aus dem 12l-Becken übernommen.
Um das ganze zu vervollständigen: Es sind vier Einsiedler, zwei Kardinalsgarnelen, eine Porzellankrabbe und diverse Weich-, Leder- und Hornkorallen, Krusten- und Scheibenanemonen drin. Ach ja, und eine Caulastrea, die bislang sehr gut wächst. Glasrosen sind bestimmt auch noch ein paar kleine drin. Aber wenigstens sind die so schlau, sich nicht zu zeigen. Sonst haben sie nämlich eine sehr geringe Lebenserwartung.
Einen Mandarin würde ich wohl auch nur dann einsetzen, wenn ich vorher gezeigt bekäme, dass der auch Ersatzfutter nimmt. Sonst wäre mir das viel zu heikel, auch wenn es vor Krebschen nur so wimmelt. Mein händler würde mir mit Sicherheit übrigens auch einen Doc für meine 54l empfehlen. Dem trau ich da alles zu. Da hol ich mir lieber anderweitig meine Infos.
Welche Anemone hast du denn den Clownis angeboten? Eigentlich bleibt da doch nur die Kupferanemone - und die find ich eigentlich für 54l schon ziemlich groß. Deswegen hab ich auch noch keinen Perideraion im Becken. Sonst hätte ich nämlich schon letzte Woche einen samt Anemone mitbringen können.
Wie haben sie auf die Anemone reagiert? Mich interessiert einfach, was manche Clownfische dazu veranlasst, Anemonen zu akzeptieren und weshalb manche sich einfach nicht darauf einlassen. Eine höchst spannende Angelegenheit, wie ich finde.
Vom Salomon sieht man aber schon zwischendurch was, oder?
Ach ja, was ich fast vergessen hätte (aber auch nicht ganz unwichtig ist): Kann mir zufällig jemand sagen, mit welchem finanziellen Rahmen ich beim Fridmani und beim Kauderni rechnen müsste?
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_________________ Salzige Grüße,
Astrid
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Joachim
Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 61
Wohnort: Penzberg
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Grüß dich Astrid,
da ich erst jetzt aus dem Urlaub zurück komme, konnte ich bislang deine Frage nicht beantworten.
Wie ich gelesen habe, stehen mit dem Aquarium 54 Liter zur Verfügung, sodass wirklich nur klein bleibende Fische hier Einzug halten dürfen.
Die technische Ausstattung und die Korallen entscheiden über den Fischbesatz.
Die Aggressionsliste von Jens kann ich so nicht stehen lassen. Es mag zwar seine Erfahrung wiedergeben, aber die von dir genannten Angaben aus diversen Literaturangaben stimmen mit meinen Beobachtungen, die aus vielen Jahren stammen, überein.
Ich würde dir zu einem Pärchen Pseudochromis fridmani raten (Nachzuchten bevorzugen!) und einem Paar Chrysiptera parasema oder Chrysiptera hemicyanea.
Die Fische in dieser Konstellation sollten miteinander problemlos harmonieren.
Aber wie ich schon erwähnte: Die Technik entscheidet darüber ob du überhaupt vier Tiere pflegen kannst oder ob es nicht sinnvoller wäre, vielleicht sogar nur ein Paar einer Art zu pflegen.
Da Pseudochromis fridmani ein Geschlechtswechsler ist, ist hier die Paarbildung einfach. Zwei Tiere unterschiedlicher Größe vergesellschaftet und das Paar ist nach kurzer Zeit perfekt.
Bei den Riffbarschen kleine Tiere erwerben. Da sowohl Chrysiptera parasema als auch Chrysiptera hemicyanea mit 5 cm ausgewachsen sind, eignen sich auch diese Tiere für ein so winziges Aquarium.
Waise ist die Entscheidung, auf Anemonenfische zu verzichten. Die Natur hat sich etwas dabei gedacht, Anemonenfisch und Anemone als Symbiose zu kombinieren. Da sollten wir Aquarianer nicht die Arroganz besitzen und diese einzigartige Lebensgemeinschaft zerstören.
Soviel für den Moment.
Falls du zu den beiden genannten Fischarten weitere Informationen benötigst, lasse es mich bitte wissen. Es gibt hierzu wirklich gute Artikel und auch preiswerte Bücher
In diesem Sinne viel Erfolg
Servus
Joachim
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Joachim
Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 61
Wohnort: Penzberg
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Noch eine Ergänzung:
Die Vergesellschaftung der Kardinalsgarnele Lysmata debelius mit Chrysiptera spp. als auch Pseudochromis fridmani sollte zu keinerlei Problemen führen, da sowohl die Fische als auch die Garnelen sich in diesem Fall einander ergänzen.
Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass anfängliche Versteckaufteilungen zwischen Fischen und Garnelen das ein oder andere Geplänkel mit sich bringt bis die Unterkünfte verteilt sind.
Möchtest du die Garnelen zu einem Paar ergänzen?
Servus
Joachim
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Zylinderrose

Anmeldungsdatum: 12.06.2005
Beiträge: 219
Wohnort: Göttingen

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Hallo Joachim,
kein Problem. Ich hoffe, du hattest ein paar schöne Urlaubstage!
Wie du richtig einschätzt, sind tatsächlich die Kardinalsgarnelen diejenigen, um die ich mir bei der Vergesellschaftung im Moment Gedanken mache. Denn die zeigen sich wirklich extrem scheu und trauen sich kaum aus ihrem Versteck heraus. Dass sie nicht so offen leben, wie die Amboinensis, wusste ich ja vorher, aber dass die Kardinäle sich so leicht einschüchtern lassen, hatte ich denn doch nicht erwartet. Ich hätte halt einfach Bedenken, ob die beiden nicht schnell unterdrückt würden.
| Zitat:
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Möchtest du die Garnelen zu einem Paar ergänzen?
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Ähm, ich glaub, ich steh hier grad auf meiner eigenen Leitung...
Zur Technik hab ich ja bereits ein bisschen was geschrieben: Ein Hangonfilter mit 600l/h als Strömungspumpe; auf das Paket mit meinem Abschäumer drin warte ich gerade. Ansonsten halt noch Heizung und Beleuchtung. Ach ja, und im Filter hängt ein Phosphatabsorber.
Korallenbesatz sind diverse Leder-, Horn- und Weichkorallen, Scheiben, Krusten und eine Caulastrea. Na ja, und dann sind da an beweglichen Wirbellosen eben neben den beiden Kardinälen eine Porzellankrabbe und vier Einsiedler. Wenn man vom ganzen Krabbelgetier auf dem LG mal absieht, wars das dann.
Mehr als drei Fische sollten auf gar keinen Fall in das Becken. Ich dachte dabei an ein Pärchen und evtl. einen kleinen Blenni (E. gravieri oder bimaculatus). Beim Pärchen bin ich aber mittlerweile total verunsichert. Je mehr ich lese, habe ich das Gefühl, desto weniger weiß ich. Dass bei 10 Aquarianern 12 verschiedene Meinungen heraus kommen, war mir ja klar. Aber so viele gegenläufige Aussagen wie bei der "Fischfrage" habe ich wohl noch nie bekommen.
Ursprünglich wollte ich ja Demoisellen (Chrysiptera parasema stand auf der Wunschliste ganz oben) ins Becken haben, wie du ja meinem ersten Beitrag zu diesem Thema hier entnehmen kannst. Allerdings habe ich kaum positive Rückmeldung zu diesem Gedanken bekommen, so dass ich mich etwas schwer damit tue, sie wirklich einzusetzen.
Der König Salomon und die Kardinalbarsche waren nach all dem Lesestoff der letzten Wochen das einzige, was für mich noch übrig blieb (Versteh mich jetzt aber bitte nicht falsch! Ich betrachte beide Arten als ernsthafte und schöne Alternative und nicht als Überbleibsel! ). Wenn ich jetzt also die Kardinalbarsche noch abziehe, weil mir erst gestern wieder ein Artikel in die Hände gefallen ist, wonach die Bestände der Kaudernis bedroht sind, dann bleibt eigentlich nur noch Pseudochromis fridmani übrig.
Dass die Fische sich selbst zum Paar ergänzen, hatte ich mal gehofft, weil das ja nicht unüblich ist.
Die Anemonenfische plane ich lieber mal für mein 200l-Becken ein. Mit dem Aufsalzen muss das aber noch bis zum kommenden Jahr warten. Denn im nächsten Sommer steht mir ein Umzug bevor, und ich sehe keinen Sinn darin, jetzt noch ein Becken neu einzufahren und wenn es dann endlich eingefahren ist, wieder auseinander zu rupfen.
Wenn es soweit ist, wird dort aber sicherlich ein Pärchen samt Wirtsanemone einziehen. Da wird es aber nur eine Entscheidung zwischen Amphiprion perideraion oder Premnas biaculeatus geben.
Aber das nur am Rande.
Zurück zum Thema:
Literatur finde ich als Bücherwurm natürlich immer gut. Aus dem Netz habe ich wohl mittlerweile auch so ziemlich alles konsumiert, was ich bekommen konnte und mir daher auch einiges angelesen. Für Angaben bin ich aber trotzdem noch immer zu haben - solange sie eher für mehr Klarheit als Verwirrung sorgt...
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Joachim
Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 61
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Grüß dich Astrid,
zu den Kardinalsgarnelen: Pardon, hatte ich überlesen, dass es sich um zwei Exemplare handelt.
Zu den Pterapogon kauderni: Es ist richtig, dass diese Art nicht in großen Massen vorkommt. Da man diese Tiere aber recht einfach vermehren kann, gibt es im Fachhandel durchaus Nachzuchten bzw. diese werden über das Internet zuweilen angeboten.
Weitere Literatur hierzu:
Brockmann, D. (2005): Unkontrollierter Handel mit Meerwasser-Zierfischen: Der Fall "Pterapogon kauderni". Das Aquarium 39(3), 51-56
Frische, J. (2003): Quo Vadis Kauderni. Der Meerwasseraquarianer. 7(3), 34-43
Der Banggai-Kardinalbarsch ist in deinem Aquarium auf jeden Fall nur paarweise zu halten.
Chrysiptera parasema ist in einem gut strukturierten Aquarium durchaus zu mehreren zu pflegen. Wenig gefütterte und nicht artgerecht versorgte Gelbschwanz-Demoisellen sind in der Tat aggressiv; nur wer will ihnen dies in der dargelegten Situation verdenken.
Zum Thema Demoisellen folgende Literatur:
Brockmann, D. (2000): Fische und Korallen im Meer und im Aquarium. Birgit Schmettkamp Verlag, Bornheim, 224 p.
Gohr, L. (2004): Fische für das Riffaquarium. Dähne Verlag, Esslingen, 194 S.
Finck, H. & Frische, J. (2004): Die Familie Pomacentridae: Teil 2 - Riffbarsche aus der Gruppe der Demoisellen. Das Aquarium 38(10), 53-62
weiter Literaturhinweise finden sich z.B. bei Finck & Frische.
Übrigens: Auch Großkopf hat einen ausgezeichneten Beitrag vor einiger Zeit in der DATZ zu diesen Riffbarschen verfasst.
zu Pseudochromis fridmani:
Brockmann und Gohr sind auch hier gute Quellen zum Thema Pseudochromis fridmani. Hier wäre noch das folgende Literaturzitat zu ergänzen:
Frische, J. (2002): Kleine Biester – Zwergbarsche der Gattung Pseudochromis. Der Meerwasseraquarianer. 6(3), 40-43
Da es dir ja letzten Endes darum geht, welche dieser Fische sich mit den Kardinalsgarnelen vertragen und du letzten Endes nicht mehr als maximal drei Fische pflegen möchtest, wäre mein Vorschlag:
Eine Paar eines der genannten Arten - und du bist auf der sicheren Seite was Vergesellschaftung mit Fischen betrifft, da sich alle drei Arten mit den Kardinalgarnelen vertragen. So zumindest meine Erfahrung. Außerdem wird der Nährstoffgehalt so sicher nicht zum Problem.
In diesem Sinne viel Erfolg
Servus
Joachim
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